Klippenlauf Ibbenbüren: Über neun Klippen musst Du gehen

Beim Klippenlauf geht es ständig den Berg hinauf.

„Über sieben Brücken musst Du gehen“, sang einst Peter Maffay. „Nichts für Warmduscher“ lautet das Motto beim Ibbenbürener Klippenlauf. Denn über neun Klippen musst du gehen – oder laufen. Start und Ziel ist eine Grundschule im Süden Ibbenbürens. Noch sind die Klippen in weiter Ferne, aber sie kommen! Immer geradeaus bewegt sich der Tross in Richtung Teuto-Hang. Wer schnell laufen und sein Tempo finden möchte, sollte es auf den ersten Metern nicht zu langsam angehen lassen, denn der Weg zur ersten Klippe hinauf ist schmal und lang. Besonders in der Mitte des Teilnehmerfelds kommt es gerne mal zu Staus. 60 Höhenmeter auf 600 Metern, also 14 Prozent Steigung, erwarten die Läufer hier.

Nach knapp vier Kilometern folgt die nächste Hürde. Die Brumley-Klippe beginnt sehr sanft. Das letzte Stück wartet mit 24 Prozent Steigung auf. Der Puls geht in die Höhe, oben auf dem Berg stehen Zuschauer und klatschen.  Es bleibt nicht lange Zeit zum Durchatmen, denn nach wenigen Minuten folgt die Postweg-Klippe. Sie ist zwar nur 350 Meter lang, hat aber mit 25 Prozent Steigung den steilsten Streckenabschnitt aufzuweisen.

Bei km 7 wird die Teutohang-Klippe erreicht. Die Strecke führt über einen schmalen abschüssigen Hohlweg. Oben angekommen, ist man auf dem Hermannsweg angelangt. Der Weg ist hier recht breit und der Boden glatt und fest. Wer oben angekommen ist, kann den Höhenzug des Teutoburger Waldes genießen und ein bisschen durchatmen. Denn die nächsten Kilometer geht es ein wenig bergab und ein gerades Teilstück hinunter. Zeit, sich unten an der Getränkestation zu stärken.

Die nächsten 1600 Meter verlaufen lang und gemein. 65 Höhenmeter und acht Prozent Steigung sind zwar nicht viel, aber das lange Teilstück will einfach nicht enden und zieht sich immer geradeaus den Berg hinauf. Nicht unterschätzen! Nachdem man die Fischteiche im nördlichen Teil des Teutos hinter sich gelassen hat, beginnt auf ausgewaschenem und wurzeligem Untergrund die Fischteich-Klippe. Es wird eng.  Auf einer Länge von 700 Metern sind Abschnitte mit bis zu 15 Prozent Steigung zu bewältigen, um etwa bei Kilometer 14 wieder auf den Hermannsweg zu gelangen. Sechs Klippen sind geschafft!

Nach einer langgezogenen Klippe kommt das „Bonbon“ der Strecke, die Hassberg-Klippe. Der Weg findet sich einen schmalen Pfad hinauf. Wer denkt, er hat es geschafft, irrt gewaltig, denn hinter einer Linkskurve verstecken sich weitere Höhenmeter. Besonderheit: An der Hassklippe gibt es Nussecken vom Veranstalter. Sie sollten aber nicht zu schwer im Magen liegen, denn fünf Kilometer vor dem Ziel wartet die letzte Klippe des Hauptlaufs. Zwischen ausgewaschenen Baumwurzeln suchen die Läufer festen Boden unter den Füßen und legen auf knapp einem Kilometer 65 Höhenmeter zurück.

Die Klippen sind am Ende geschafft, die Strecke jedoch noch längst nicht. Immer wieder gibt es nicht nur mental kleine Höhen und Tiefen. Am Ende der ersten Klippe angelangt, würde man am liebsten denselben Weg zurücklaufen. Doch die Strecke macht noch einmal eine Kehre durch den Wald über eine Autobahnbrücke. Etwa drei Kilometer, und das Ziel ist erreicht. Auf den letzten Metern gibt es dafür besonders viele Anfeuerer. Zeit für eine kalte Dusche in der Turnhalle.

Termin: Letzter Samstag im März, ab 14 Uhr
Wettbewerbe: 24,7 Km (Hauptlauf), 12,4 km (Jedermannlauf)
Duschgelegenheit: In der Turnhalle
Rahmenprogramm: Gutes kulinarisches Angebot
Besonderheit: Schöne Strecke, gute Zielverpflegung, originelle Streckenbeschilderung

Blogbeitrag: https://www.laufszene-nrw.de/ibbenbuerener-klippenlauf/

 

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