Die Suche nach der richtigen Laufuhr

Eine Frage der Funktion und des Designs: Es gibt viele Sportuhren, ein Anfänger braucht sie nicht unbedingt sofort.

Neulich im Sportgeschäft. Auf der Suche nach einer GPS-Uhr wollte ich mir ein paar Modelle ansehen. Schließlich wollte ich mir ganz sicher gehen, nicht den Ladenhüter zu kaufen. Vier Geschäfte habe ich aufgesucht, dazu noch an den Ständen der Marathon-Messe gestöbert. Die Ausbeute: nichts. Lediglich in einem der vier Läden gab es noch ein paar Uhren zur Auswahl. Anders als beim Laufschuhkauf rate ich: Wer eine neue Uhr braucht, der sollte sich im Internet schlau machen und sich das Modell später schicken lassen. Denn die Auswahl vor Ort ist selbst in der Großstadt spärlich – es sei denn, man kennt sein Stammgeschäft mit einem unfangreichen Angebot.

Eine Datenbank mit der Vielzahl der Modelle, die es mittlerweile gibt, findest Du unter anderem auf runnersworld.de. Die größten Hersteller sind Polar, Garmin, Suunto und Timex, wobei jeder Läufer auf eine unterschiedliche Reihe schwört. Muss ich mir als Anfänger sofort eine Pulsuhr kaufen? Nein, nicht unbedingt. Bevor man eine untere dreistellige Summe in die Hand nimmt, sollte man erst einmal testen, ob Laufen die richtige Sportart für einen ist. Und wer in einem Kurs trainiert, muss seinen Puls (Gesundheit vorausgesetzt) eingentlich gar nicht selbst kontrollieren. Je fortgeschrittener der Läufer und je schneller die Strecke, desto mehr sollte man aber zu einer Anschaffung tendieren.

Preisgrenzen nach oben gibt es fast nicht mehr. Da die GPS-Empfänger immer kleiner werden, werden die Modelle – die früher noch wie ein Computer am Handgelenk wirkten – mehr und mehr armbanduhrentauglich. Meine registriert zum Beispiel, wenn ich beim Treppenlaufen oben am Ziel angelangt bin. Braucht man so etwas? Sicherlich nicht. Je nach Trainingsumfang und Streckenprofilen haben die Uhren aber Funktionen, die sich sehr gut zum Training eignen, etwa die Höhenmeter-Angabe nach einem Berglauf. Mittlerweile messen viele Geräte den Puls am Handgelenk, auf den Brustgurt verzichten sie. Allerdings sollen Brustgurt-Messungen nach wie vor genauer sein.

Außer nach dem Puls kann man gut nach einem vorgegebenen Tempo trainieren, dazu eignet sich eine gute Laufuhr auf jeden Fall. Durchschnittsgeschwindigkeit, Streckenlänge, Rundenfunktion und Rundengeschwindigkeit sind Features, die ein Wettkampfläufer haben sollte. Aber auch Modelle der unteren Preisklasse sind mit diesen Funktionen ausgestattet. Die teuersten Uhren gibt es gar alltagstauglich im Business-Look mit Lederarmband oder mit Schmucksteinen – wer es braucht… Schneller wird man dadurch nicht. Auf die Funktionen kommt es an. Aber sicherlich möchte sich ein begeisterter Läufer gern mit der Uhr am Handgelenk öffentlich als ein solcher identifizieren…

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